Bei der Arbeit haben die werten Damen und Herren aus des Bauherren Firma verschiedene Vorschläge
gemacht was zu tun sei falls beim Bau etwas schief läuft. Der populärste Vorschlag dabei war die
Baugrube einfach mit Wasser aufzufüllen und als Freibad dem Publikumsverkehr zu öffnen.
Mein Einwand wegen des uns dann fehlenden Daches über dem Kopf wurde mit dem Hinweis auf Zelte
beiseite gewischt.
Ja, wer solche Kollegen hat...
Noch ist die Baugenehmigung nicht da. Wie wir erfahren haben, fehlt noch immer
die vollständige Abnahme des Baugebiets durch die Stadt Grünstadt. Auf den Kauf
unseres Grundstücks hat das keine Auswirkungen, aber wohl auf das Erstellen des
Grundbuchs. Zumindest wenn wir das richtig verstanden haben...
Da wir aber am Freitag für 4 Wochen nach Kanada in den Urlaub fahren werden
und hoffen bei unserer Rückkehr schon zumindest einen Teil des Kellers zu sehen
haben wir heute schonmal den ersten Spatenstich durchgeführt. Leider bei recht hoher Luftfeuchtigkeit
(sprich: Regen). Aber auf dem Bau darf man eben kein Weichei sein!
Samir hat uns extra zwei Spaten und zwei Regenjacken besorgt.

Dann haben wir eine Stelle gesucht die einigermaßen lockeres Erdreich versprach.

Trotzdem kämpften wir mit dem durch den Regen eingeweichten Boden.

Samir kam uns schließlich zu Hilfe.

Darauf gab es dann erstmal Sekt. Herr Mechnich von
HM Consult Immobilien,
der die Erschließung und den Grundstücksverkauf mit Didier zusammen abwickelt, war netterweise
auch gekommen.

Hier noch ein Bild von "unserer" Laterne! Ist sie nicht schön geworden?
So, wir sind wieder aus dem Urlaub zurück. Und das Haus?
Tja, das steht immer noch nicht. Warum ist nicht so ganz klar, denn es gab wohl noch einiges Hin
und Her zwischen der Stadt Grünstadt, der Firma Didier (die das Gelände erschlossen und die Gründstücke
als Vorbesitzer verkauft) und dem Finanzamt. Details kennen wir nicht, aber die Diskussionen haben
wohl unseren ganzen Urlaub über angedauert. Am 25.05. hatte uns Samir erst eine Mail geschickt mit Bildern
vom abgesperrten Baugebiet:


Dass die Gitter komplett über die gesamte Strasse verliefen war neu, voher standen da nur ein oder zwei Gitter
in der Mitte die man locker umfahren konnte. Da hatte wohl jemand Angst ein Bauherr könnte ungeduldig werden
und ohne Genehmigung anfangen. Die hatten Glück, dass wir nicht da waren, denn so ein Gitter hätte unseren KIA Sorento
nicht aufgehalten...

Später hat Samir dann noch angerufen und von seinem Kampf um die Baugenehmigung erzählt. Immerhin hat er
ca. 80% der Unterlagen zusammenbekommen, aber den Roten Punkt wollte man ihm nicht geben bis die
Beteiligten sich geeinigt haben. Er ist fast täglich zu den Behören in Grünstadt und Bad Dürkheim
gegangen und hat alles gegeben das Verfahren irgendwie zu beschleunigen.
Als wir gestern aus dem Urlaub zurückgekommen sind haben wir in unserer Post den Bescheid vom Finanzamt für die
Grunderwerbssteuer bekommen. Dabei ist der Vertrag noch überhaupt nicht abgewickelt worden! Aber beim Kassieren
ist der Staat ja bekanntlich recht fix... Ist das überhaupt zulässig, dass die die Kohle schon sehen wollen
bevor das Grundbuch überhaupt erstellt ist?
Abends habe ich dann mit Samir telefoniert und er klang schon recht verzweifelt. Dabei war es ja nun wirklich
nicht seine Schuld, dass er noch nicht anfangen durfte! Er erzählte mir, dass inzwischen nur noch die
Unterschrift des Bürgermeisters von Grünstadt fehlt um den Roten Punkt zu bekommen. Aber der sollte die
nächsten vier Tage nicht da sein...
Heute mittag habe ich dann versucht den Notar zu erreichen um zu fragen ob wir die Grunderwerbssteuer wirklich
schon bezahlen müssen obwohl sich alles so verzögert. Er war aber nicht im Büro und die Sekretärin hat sich
meine Telefonnummer notiert.
Dann hat Samir heute Abend nochmal angerufen. Er hat doch tatsächlich in seinem Briefkasten heute morgen
den Roten Punkt gefunden!!! ![]()
Jetzt versucht der Baggerführer seinen Terminplan so umzugestalten, dass morgen die Baugrube ausgehoben werden
kann! Natürlich fahren wir morgen Abend dann nach der Arbeit gleich hin und schauen ob sich wirklich was tut.
Wir glauben es erst wenn wir es mit eigenen Augen sehen...
Es tut sich was auf unserem Grundstück!

Im Vordergrund ist schön der rote Punkt zu sehen!

Wir sind die Ersten, die mit dem Bauen anfangen; außenrum ist nur überwuchertes leeres Bauland.

Nachdem es am Mittwoch doch noch nicht mit geklappt hatte kam der Bagger heute morgen und fing an die Baugrube
auszuheben. Toll, dass das so kurzfristig möglich war! Außerdem ist es ganz gut, dass Mittwoch noch nicht
begonnen worden war, denn sonst wäre der Vorschlag mit dem Freibad recht schnell und unverhofft Wirklichkeit
geworden. Letzte Nacht hat es so geschüttet, das Loch wäre unvermeidlich vollgelaufen. Der Baggerführer
hatte heute morgen schon Bedenken mit seinem Gerät im aufgeweichten Erdreich zu versinken.
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Dank unserer schönen Tonerde war die Nässe aber nur oberflächlich geblieben.
Ansonsten hat mich gestern der Notar angerufen und bestätigt, dass das Finanzamt zu Recht die
Grunderwerbssteuer schon haben möchte. Na gut, was muss das muss...
Inzwischen ist die Baugrube komplett ausgehoben und wir haben ein wunderschönes Loch im Boden
vor einer malerischen Aushub-Gebirgskette.

Nächste Woche soll dann die Bodenplatte gegossen werden. Apropo giessen... Das Barometer
steht nach wie vor auf Sturm...

So ein Sauwetter!
Inzwischen habe ich übrigens die offiziellen Baupläne hochgeladen.
Heute wurde die Bodenplatte gegossen.

Die "Pampe" muss ordentlich und mit gleichbleibender Dicke verteilt werden.

Und schließlich wird ein großer "Vibrator" alle paar Zentimeter in den Beton getaucht,
um die Luft rauszubekommen

Ein Experte würde bei meiner Beschreibung wahrscheinlich zusammenbrechen, aber so
haben wir als Laien das halt verstanden.
Wenn der Beton in ein bis zwei Tagen durchgetrocknet ist, haben wir
ein schönes Basketballfeld eine schöne Bodenplatte, auf der unser Haus
dann entstehen kann.
Inzwischen habe ich auch die 3D-Darstellung unserer geplanten Küche online gestellt.
Die Bodenplatte ist durchgetrocknet, und schon wachsen die Mauern des Kellers!
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Ein großer Kran hilft dabei die Steine in die Baugrube zu schaffen.

Es ist wirklich unglaublich wie schnell dabei die Wände wachsen.

Auch auf anderen Grundstücken tut sich inzwischen etwas. Eine weitere
Baugrube ist entstanden und für ein Fertighaus werden die Maße abgesteckt.
